Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt – Podiumsdiskussion

**english below**

Gemeinsam gegen Rassismus
und rechte Gewalt

Podiumsdiskussion mit der Opferperspektive, der Meldestelle des Utopia e.V. und dem Integrationsbeirat Frankfurt (Oder)

Zusammen mit dem Verein Opferperspektive e.V. und dem Integrationsbeirat Frankfurt (Oder) laden wir, die Meldestelle des Utopia e.V., am kommenden Dienstag, 27. September herzlich zur Podiumsdiskussion “Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt” ein.

Nach der Vorstellung der Arbeit der verschiedenen Initiativen und Akteur:innen wollen wir mit euch in den Austausch über Umgangsstrategien bei Gewalt- oder Diskriminierungserfahrungen kommen.
Was können wir tun, wenn wir selbst von rechter Gewalt oder Rassismus betroffen sind? Was tun, wenn wir Zeug:innen sind? Wie umgehen mit Bedrohung und Hate Speech?

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Auf Wunsch können wir vor Ort dolmetschen. Schreibt uns dafür im Voraus einfach eine Mail mit der gewünschten Sprache an: utopia-ffo@riseup.net

Wo: Kulturmanufaktur Gerstenberg, Ziegelstraße 28a, 15230 Frankfurt (Oder)
Wann: 27.09.2022 // Open doors: 17:00 // Start: 18:00


Together against racism
and right-wing violence

Panel discussion with Opferperspektive, the reporting office of Utopia e.V. and the Integration Advisory Council Frankfurt (Oder)

Together with the association Opferperspektive e.V. and the Integration Advisory Council Frankfurt (Oder), we cordially invite you to the panel discussion “Together against racism and right-wing violence” next Tuesday, 27th September.

After presenting the work of the various initiatives and actors, we would like to discuss strategies for dealing with experiences of violence or discrimination with the participants.
What can we do if we ourselves are affected by right-wing violence or racism? What can we do if we are witnesses? How do we deal with threats and hate speech?

The event will be held in German. If desired, we can interpret on site. Just send us an email in advance with the desired language to: utopia-ffo@riseup.net

Where: Kulturmanufaktur Gerstenberg, Ziegelstraße 28a, 15230 Frankfurt (Oder)
When: 27.09.2022 // Open doors: 17:00 // Start: 18:00

Pressemitteilung des Utopia e.V. zum antidemokratischen Angriff durch die Anfrage der AfD im brandenburgischen Landtag vom 29.10.

Die AfD Brandenburg stellte am 29.10.2020 eine Anfrage im Brandenburger Landtag zu den „linksextremistischen Verbindungen des Utopia e.V. in Frankfurt (Oder)“.

Im Jahr 2020 in dem die Zahl rechtsextremer Morde auf einem neuen Höchststand angekommen ist. In dem sich innerhalb der AfD die Gruppe des „Flügel“ wegen extrem rechter Machenschaften auflöst. In dem die bundesweite Jugendorganisation, der AfD, „JA“ ebenfalls als erwiesenermaßen rechtsextrem behandelt wird und der brandenburgische Landesverband der AfD trotz Rauswurf des Neonazis Andreas Kalbitz die parlamentarische Stimme der extremen Rechten bleibt. Julian Meyer, Sprecher des Utopia e.V. sagt dazu: „Es ist gleichzeitig voraussagbar und unfassbar, wie eine extrem rechte Partei versucht durch parlamentarische Anfragen unsere Arbeit als Träger*in der Freien Jugendarbeit in Frankfurt (Oder) zu diskreditieren. Gerade in Zeiten der Pandemie mit den dazugehörigen Einschränkungen ist Jugendarbeit und das Ermöglichen von Freiräumen existentiell wichtig.“

Die AfD stellt systematisch in Parlamenten Anfragen zu demokratischen Vereinen und Institutionen der Zivilgesellschaft. So stellte die AfD in Brandenburg in diesem Jahr schon Anfragen zum Beratungsnetz „Tolerantes Brandenburg“ [1], dem Bildungs- und Kulturort Freiland in Potsdam [2] und auch schon zur Schüler*innengruppe „Fridays for Future“ in Frankfurt (Oder) [3].
In einem Antrag mit ähnlicher Absicht der AfD zu den Falken Brandenburg, in der eine Rückzahlung der Fördergelder gefordert wird, zeigt deutlich das eigentliche Ziel der Partei [4]. Julian Meyer meint dazu: „Wir als kleiner ehrenamtlicher Verein haben dadurch einen erhöhten Verwaltungsaufwand sowie schwierigere Förderbedingungen, müssen viel mehr Elternarbeit leisten und sehen uns direkt bedroht“.

Antidemokratische Tendenzen und Verbindungen zur extremen Rechten wurden der AfD auf Bundesebene [5], Brandenburger Landesebene [6] und auch dem Frankfurter Stadtverband [7] schon mehrfach nachgewiesen. Julian Meyer ergänzt dazu weiter: „Es ist nicht neu, dass die AfD durch Angriffe auf die demokratische Zivilgesellschaft versucht ihre Macht auszubauen. Rassistische, nationalistische und patriarchale Kernelemente existieren bereits seit der Gründung der AfD“.
Derweil scheint die AfD ihren antidemokratischen Kurs weiterzuführen. Nach dem Rauswurf des Neonazis Andreas Kalbitz, der neben Daniel Freiherr von Lützow und Wilko Möller Verfasser der Anfrage war, wählte die AfD nun den nächsten Faschisten, Hans-Christoph Berndt, zum Vorsitzenden. Dieser gelang in der extremen Rechten in den letzten Jahren zu Ruhm durch die Gründung und Leitung des rassistischen Vereins Zukunft Heimat. Julian Meyer stellt dazu abschließend fest: „Wir erkennen hier eine Kontinuität extrem rechte Positionen innerhalb einer Partei, die in sämtlichen Parlamenten sitzt. Antifaschistische, demokratische Werte, wie die der Emanzipation, der Gleichberechtigung, der Menschenrechte und der Solidarität stellen für diese Partei offensichtlich Feindbilder dar.“

Quellen:
1 Anfrage Nr. 4768 im Brandenburger Landtag
2 Anfrage Nr. 4481 im Brandenburger Landtag
3 Anfrage Nr. 4609 im Brandenburger Landtag
4. Antrag Drucksache 7/1980 vom 15.09.2020
5 https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-09/afd-kandidaten-bundestagswahl-abgeordnete
6 https://www.deutschlandfunk.de/brandenburger-afd-im-gleichschritt-auf-stramm.720.de.html?dram:article_id=486515
7 https://recherchegruppeffo.noblogs.org/post/2014/12/20/die-frankfurter-afd-und-ihre-verstrickungen-in-den-braunen-sumpf/

13.12.2019 – Soli-Abend für die Opferperspektive

Seit 10 Jahren berät die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive überall in Brandenburg Menschen, die rassistische Diskriminierung erlebt haben.
In den letzten drei Jahren wurde ihre Arbeit etwa zur Hälfte mit Geldern des Programms Demokratie Leben! finanziert.
Diese Gelder werden ab Beginn des kommenden Jahres nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch ein Antrag auf weitere Förderung durch den Bund wurde abgelehnt.
Nun wird sich um eine alternative Finanzierung bemüht, die jedoch davon abhängig ist, dass die OP einen Eigenanteil von mindestens 12.180 EUR einbringt.
Um diesen Betrag aufzubringen, wird EURE Untertützung benötigt.
Jeder Betrag hilft!

Deshalb möchten wir uns mit euch zusammentun und den Abend bei einer leckeren Küfa und einem kühlen Getränk genießen und dabei auch noch antidiskriminierende Arbeit in Brandenburg unterstützen.
Wir freuen uns auf euch!