Stolpersteinneuverlegung für Magarete Landshoff

Der Utopia e.V. übernahm die Patenschaft für den am 13.05.2016 hinter der Lené-Passage verlegten Stolperstein für Magarete Landshoff.
Dieser Stolperstein wurde im vergangenen Jahr mit sechs weiteren an dieser Stelle verlegten Stolpersteinen entwendet. Eine Wiedereinsetzung ist für den 21. Mai 2020 geplant.
Wieder werden wir die Patenschaft für den Stolperstein übernehmen und so an Magarete Landshoff und das Schicksal der unzähligen weiteren Opfer des Nationalsozialismus gedenke.

https://www.moz.de/amp/landkreise/oder-spree/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1734573/?fbclid=IwAR3a1YZ3splWTOJV4DnhSbKZPoWV1a00kfaxpzkk4D6BdnhWuTZP6qw-vQQ

Aufruf zur Solidarität

Liebe Mitmenschen,
auch wir vom Utopia e.V. möchten unseren Teil zu einem solidarischen Miteinander in Frankfurt (Oder) beitragen und zudem an alle Menschen appellieren, in dieser Zeit zusammenzuhalten, sich gegenseitig zu unterstützen und Rücksicht zu nehmen.

Viele Menschen sind aufgrund der aktuellen Lage eingeschränkt, vor allem weil sie einer Risikogruppe des SARS-Cov-2 angehören. Mittlerweile gibt es viele Projekte, die eben diesen Menschen ihren Alltag ein wenig erleichtern wollen, indem sie zum Beispiel Einkäufe, kleinere Besorgungen oder Botengänge erledigen. Diese Projekte wollen wir unterstützen.

Verschiedene Akteur*innen der Zivilgesellschaft haben sich in unserer Stadt bereits in dem Projekt „Frankfurt (Oder) hilft“ organisiert. Wir rufen dazu auf, das Projekt zu unterstützen und suchen weitere solidarische Helfer*innen in ganz Frankfurt/Umgebung. In Kooperation mit diesen organisieren wir eine weitere Anlaufstelle, zu dem wir bald nähere Informationen veröffentlichen werden.
Je mehr wir sind, desto besser können wir helfen.

Wir können etwas bewegen, wenn wir uns gemeinsam solidarisch organisieren.
Solidarität gegen Corona!
Solidarität gegen Rassismus und Ausgrenzung von Menschen!
Für ein demokratisches gemeinsames Handeln für uns alle!
Solidarität wird praktisch!

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu den Möglichkeiten in Frankfurt findet ihr unter folgenden Links:
https://ff-hilft.de/
www.frankfurt-oder.de/Angebote-Bete…/…/Rund-um-das-Ehrenamt/
Slubfurt e.V.: http://www.slubfurt.net/slubfurter-nachbarschaftshilfe-in-der-corona-krise/

Die Gefahr von SARS-Cov-2 ist global und wird hier in der Doppelstadt Frankfurt/Slublice nicht so verehrend sein, wie im (neo)kolonisierten Süden der Welt oder an den Außengrenzen, in den teilweise selbstorganisierten Unterkünften von geflüchteten Personen (z.B. auf den griechischen Inseln). Jedes Leben ist schützenswert und wir appellieren, dass alle Menschen Schutz und Fürsorge erhalten!

Buttersäureanschläge auf die muslimische Gemeinde

Wie einige von euch vielleicht schon durch unsere Story mitbekommen haben, waren wir vor zwei Tagen mit verschiedenen Vertretenden der Frankfurter Zivilgesellschaft bei der Muslimischen Gemeinde.

Dort wurde am 21.12.2019 ein Buttersäureanschlag verübt, der die Benutzung des erst kürzlich fertiggestellten Gebetsraumes nun vorerst wieder unmöglich macht.
Wir verurteilen diese Tat, die nur allzu gut verdeutlicht, wie tolerant Frankfurt O. wirklich ist. Während Weltoffenheit und zivilgesellschaftliche Willkommenskultur gepriesen werden, finden in der Realität antimuslimische und rassistische Anschläge statt und werden scheinbar ohne jegliches öffentliches Interesse und somit billigend hingenommen.

Nach Aussage der muslimischen Gemeinde war dies seit September bereits der dritte Buttersäure Anschlag.
Das verdeutlicht die nachhaltig demokratiefeindliche, menschenverachtende Überzeugung der Täter – und die Gleichgültigkeit der Frankfurter Zivilgesellschaft.
Weder die Verwaltung äußerte sich, in der Presse war lediglich eine Pressemitteilung der LINKEN zu finden, während das Statement vom Bündnis „Kein Ort für Nazis“ ignoriert wurde.

Wie kann es sein, dass drei Anschläge gegen eine Glaubensgemeinschaft stattfinden, ohne dass es zu einem öffentlichen und medialen Aufschrei kommt?

13.12.2019 – Soli-Abend für die Opferperspektive

Seit 10 Jahren berät die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive überall in Brandenburg Menschen, die rassistische Diskriminierung erlebt haben.
In den letzten drei Jahren wurde ihre Arbeit etwa zur Hälfte mit Geldern des Programms Demokratie Leben! finanziert.
Diese Gelder werden ab Beginn des kommenden Jahres nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch ein Antrag auf weitere Förderung durch den Bund wurde abgelehnt.
Nun wird sich um eine alternative Finanzierung bemüht, die jedoch davon abhängig ist, dass die OP einen Eigenanteil von mindestens 12.180 EUR einbringt.
Um diesen Betrag aufzubringen, wird EURE Untertützung benötigt.
Jeder Betrag hilft!

Deshalb möchten wir uns mit euch zusammentun und den Abend bei einer leckeren Küfa und einem kühlen Getränk genießen und dabei auch noch antidiskriminierende Arbeit in Brandenburg unterstützen.
Wir freuen uns auf euch!

21.08.2019 – Theatertour: „Die vergessene Revolution“

+++Eintritt frei+++

1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich.
2019 – Eine Demokratie? In Deutschland? Und erfolgreich?

Die Revolutionär*innen verjagten den Kaiser, stürzten das System und entwickelten gesellschaftliche Utopien, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht und legten damit auch den Grundstein für die Entwicklung der heutigen Demokratie in Deutschland. „Die vergessene Revolution“ vom Nö-Theater rückt die Novemberrevolution 1918 und ihre Errungenschaften für die heutige Demokratie wieder ins Gedächtnis.

Warum 2019 ein Stück zur Revolution 1918?
Die Demokratie wird aktuell immer mehr in Frage gestellt. Rechte, antidemokratische Parteien verzeichnen einen Stimmenzuwachs. Wir befinden uns auch heute wieder in einer Welt die quasi Kopf steht: Die geopolitischen Machtzentren ordnen sich neu; die industrielle Revolution 4.0 mit einem absehbaren Entwicklungssprung der Wirtschaft bringt neue Herausforderungen für die Gesellschaft mit sich und viele Menschen fühlen sich überfordert und verunsichert. Gibt es Parallelen?

Kurz vor den Landtagswahlen in Brandenburg wollen wir mit dem Stück des Nö-Theaters ein Augenmerk auf einen blinden Fleck der Geschichte, der Revolution von 1918, legen. Wir wollen im anschließenden Publikumsgespräch zur Diskussion ermutigen und Fragen zu einer lebenswerten Gesellschaft und der Demokratie stellen. Wir unternehmen damit den Versuch, aus einem dokumentarischen Theaterstück neue Perspektiven auf unsere politische Zukunft zu entwickeln.

Schauspiel: Soraya Abtahi, Anne K. Müller, Julia Knorst, Asta Nechajute, Sophie Roßfeld
Inszenierung: Janosch Roloff
Lichtdesign: Marek Mauel, David Horster
Regieassistenz: Noelle Fleckenstein, Nele Schillo
Dramaturgie: Felix Höfner
Flyermotiv: Nele Schillo

14.04.2019 – Geflüchtete erzählen

Warum beschließt ein Mensch zu fliehen? Wie ist es auf der Flucht zu sein und wie fühlt es sich an, in einer bis dahin fremden Region anzukommen?
Anworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Flucht bekommt ihr am 14.04. um 16.30 Uhr bei uns im Kontaktladen ( Berliner Straße 24, 15234 Frankfurt Oder), wenn Leen, eine junge Geflüchtete aus Frankfurt (Oder) Euch ihre Geschichte erzählt.
Eintritt ist frei – Spenden erwünscht. Kommt vorbei!

02.04.2019 – Abenteuer Radreise – mit dem Rad von Berlin nach Athen

2013 fuhr Florian Keiper mit seinem Fahrrad von Berlin nach Athen und wieder zurück. Die Erlebnisse der Tour hat er in einen unterhaltsamen Vortrag zusammengefasst.

Ein Radreisevortrag, der ohne Hochglanzfotos und Zeitrafferaufnahmen auskommt, dafür aber durch wunderbare Geschichten von Abenteuer und zauberhaften Menschen besticht. Ein Vortrag, der auch mitten im Winter Lust macht, selbst auf große Entdeckungsreise zu gehen.

Florian Keiper ist Aktivist der Berliner Fahrradszene. Er hat die FahrradBande mitgegründet, die in Vernetzungstreffen die bunte Berliner Szene an einen Tisch holt. Mit der mitRADgelegenheit wurde der Spirit der Critical Mass in den Fahrradalltag übertragen. Für Aufsehen sorgte carEXIT, eine Aussteigerkampagne für Autofahrer*innen. 2018 lud die FahrradBande zum ersten FRE!LAUF DIY Bike-Camp ein. Für drei Tage wurde ein Freiraum für Visionen und Utopien geschaffen: Workshops, Vorträge, BikeKitchen, FreakBikes, Fahrrad-Kino, Bands und Disco bildeten ein buntes Programm für 200 Besucher*innen.

Mit seinem Vortrag will Florian die Menschen dafür begeistern, mehr Fahrrad zu fahren. Ganz egal, ob Alltag, Urlaub oder Auszeit. Doch die wichtigste Botschaft ist: Fahrradfahren verbindet.

Der Eintritt ist frei! Spenden willkommen!