Frankfurt: Solidarität ist kein Verbrechen – Infoveranstaltung von Iuventa10

Falls ihr spontan noch nichts vorhabt:
kommt doch vorbei. Wir sind auch mit einem Stand vor Ort. Falls ihr also Lust habt zu schnacken…

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Vorab-Veranstaltung zum Feine Sahne Fischfilet Konzert mit Iuventa10 und lokalen Organisationen

Die Veranstaltung findet im Messebistro der Messe Frankfurt (Oder) statt.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist selbstverständlich frei und auch ohne Konzert-Karte möglich.

Die Kriminalisierung von ziviler Seenotrettung im zentralen Mittelmeer wird derzeit in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert. Weniger bekannt sind dagegen die vielen Fälle in ganz Europa in denen Menschen verurteilt wurden, weil sie einfach nur menschlich handelten. Sie haben beispielsweise Menschen auf der Flucht Essen oder Unterkunft gegeben und sollen dafür nun verurteilt werden. In ganz Europa gab es allein 2018 über 100 solcher Fälle in denen solidarisches Handeln letzen Endes vor
Gericht und teilweise im Gefängnis endete. Am schlimmsten trifft es aber wie immer die Migrant*innen selber. Sie verschwinden teilweise für Monate oder sogar Jahre hinter Gittern weil sie nichts anderes wollten als ein besseres Leben für sich und ihre Familien.

Im Vortrag weiten wir ausgehend von derBeschlagnahmung der Iuventa im August 2017 und den Ermittlungen gegen die Crew den Blick auf die europäische Perspektive und zeigen, dass nicht nur die Seenotrettung von Flüchtenden unterbunden werden soll, sondern ganz generell von Behörden in ganz Europa ein Kampf gegen solidarisches Handeln geführt wird. In Zusammenarbeit mit Gruppen aus der jeweiligen Region wollen wir dann den Blick von Europa zurück auf die lokale Ebene bringen, Probleme vor Ort ansprechen und lokale Handlungsperspektiven zeigen.

Die Vortragenden waren seit 2016 im zentralen Mittelmeer auf
verschiedenen NGO-Schiffen im Einsatz. Aktuell wird in Italien gegen sie ermittelt. Der Vorwurf lautete Beihilfe zur illegalen Einreise. Außerdem wird immer auch eine lokale Gruppe eingeladen aus der Region zu berichten und als Ansprechpartner*in für Interessierte dabei zu sein.

13.12.2019 – Soli-Abend für die Opferperspektive

Seit 10 Jahren berät die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive überall in Brandenburg Menschen, die rassistische Diskriminierung erlebt haben.
In den letzten drei Jahren wurde ihre Arbeit etwa zur Hälfte mit Geldern des Programms Demokratie Leben! finanziert.
Diese Gelder werden ab Beginn des kommenden Jahres nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch ein Antrag auf weitere Förderung durch den Bund wurde abgelehnt.
Nun wird sich um eine alternative Finanzierung bemüht, die jedoch davon abhängig ist, dass die OP einen Eigenanteil von mindestens 12.180 EUR einbringt.
Um diesen Betrag aufzubringen, wird EURE Untertützung benötigt.
Jeder Betrag hilft!

Deshalb möchten wir uns mit euch zusammentun und den Abend bei einer leckeren Küfa und einem kühlen Getränk genießen und dabei auch noch antidiskriminierende Arbeit in Brandenburg unterstützen.
Wir freuen uns auf euch!

29.11.2019 – Buchvorstellung: „Rechtsrock“ mit C. Schulze und M. Weiss

Buchvorstellung und Gespräch mit dem Herausgeber des Sammelbandes Christoph Schulze (Sozialwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Rechtsextremismusforschung am Moses-Mendelssohn-Zentrum Potsdam) und dem Autor Michael Weiss (Bildungsreferent der Agentur für soziale Perspektiven in Berlin)

Rechtsrock – seit über 30 Jahren stabilisiert und inszeniert diese Subkultur die ideologischen Grundpfeiler des Rechtsextremismus in immer neuen Varianten.

Die Autorinnen und Autoren dieses Buches beschäftigen sich in ihren Beiträgen mit Geschichte und Gegenwart des Rechtsrocks, besonders an Beispielen aus dem Land Brandenburg. Sie zeigen auf, wie die Musik seit den 1990 Jahren Teil der sozialen Bewegung der extremen Rechten wurde und inzwischen zu einer Lebenswelt gehört, der viele Neonazis bis weit ins Erwachsenenalter verbunden bleiben.
Das Buch will eine breitere Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, grundlegendes Wissen über die Szene vermitteln und auf mögliche Gegenstrategien hinweisen.

11.10.2019 – Gedenken an die Opfer des rechten Terroraktes in Halle

Bereits seit 20 Jahren macht Utopia antifaschistische und antirassistische Arbeit in FfO. Selten war es so wichtig wie jetzt.

Deshalb unterstützen wir den Aufruf des Bündnisses Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder).
Kommt vorbei!

Hier der Aufruf:

Der Angriff auf die Synagoge in Halle und weitere Menschen im Umfeld macht uns betroffen, aber nicht sprachlos.

Wir sind alle aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und uns der rechtsextremen Bedrohung entgegenzustellen. Anschläge mit rassistischem, antisemitischem und rechtsextremem Hintergrund sind nicht neu und die Gefahr weiterer Taten ist mit der raschen Festnahme des Verdächtigten nicht vorbei.

Der Anschlag ist ein Beleg dafür, dass hier aus Worten, die jeden Tag in Internetforen, in Chatgruppen, an Stammtischen, in rechten Szenetreffs und politischen Parteien geäußert und immer stärker in den öffentlichen Diskussionsraum getragen werden, Taten geworden sind.

Mit unserer Kundgebung erheben wir die andere Stimme und setzen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Die Bedrohung von rechts muss klar benannt und ihr auf allen Ebenen konsequent entgegengetreten werden.

21.08.2019 – Theatertour: „Die vergessene Revolution“

+++Eintritt frei+++

1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich.
2019 – Eine Demokratie? In Deutschland? Und erfolgreich?

Die Revolutionär*innen verjagten den Kaiser, stürzten das System und entwickelten gesellschaftliche Utopien, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht und legten damit auch den Grundstein für die Entwicklung der heutigen Demokratie in Deutschland. „Die vergessene Revolution“ vom Nö-Theater rückt die Novemberrevolution 1918 und ihre Errungenschaften für die heutige Demokratie wieder ins Gedächtnis.

Warum 2019 ein Stück zur Revolution 1918?
Die Demokratie wird aktuell immer mehr in Frage gestellt. Rechte, antidemokratische Parteien verzeichnen einen Stimmenzuwachs. Wir befinden uns auch heute wieder in einer Welt die quasi Kopf steht: Die geopolitischen Machtzentren ordnen sich neu; die industrielle Revolution 4.0 mit einem absehbaren Entwicklungssprung der Wirtschaft bringt neue Herausforderungen für die Gesellschaft mit sich und viele Menschen fühlen sich überfordert und verunsichert. Gibt es Parallelen?

Kurz vor den Landtagswahlen in Brandenburg wollen wir mit dem Stück des Nö-Theaters ein Augenmerk auf einen blinden Fleck der Geschichte, der Revolution von 1918, legen. Wir wollen im anschließenden Publikumsgespräch zur Diskussion ermutigen und Fragen zu einer lebenswerten Gesellschaft und der Demokratie stellen. Wir unternehmen damit den Versuch, aus einem dokumentarischen Theaterstück neue Perspektiven auf unsere politische Zukunft zu entwickeln.

Schauspiel: Soraya Abtahi, Anne K. Müller, Julia Knorst, Asta Nechajute, Sophie Roßfeld
Inszenierung: Janosch Roloff
Lichtdesign: Marek Mauel, David Horster
Regieassistenz: Noelle Fleckenstein, Nele Schillo
Dramaturgie: Felix Höfner
Flyermotiv: Nele Schillo

18.05.2019 -Party für eine solidarische und diskriminierungsfreie Kulturlandschaft in Frankfurt (Oder)

Für eine solidarische und diskriminierungsfreie Kulturlandschaft in Frankfurt (Oder)

Liebe Leute,
wir möchten gemeinsam mit euch das solidarische und weltoffene Frankfurt, wie wir es uns wünschen, feiern.
Dazu laden wir euch am 18. Mai ins Stuck ein.

Ab 17:30 Uhr gibt es auf dem Vorhof des Stucks die Möglichkeit bei einer Küfa gemeinsam zu speisen
Ab 19 Uhr Einlass
Ab 20 Uhr Livemusik und im Anschluss Party mit DJ´s

Der Eintritt ist frei!

Für euch spielen folgende Künstler*innen

Chnnls (HipHop)
PC TOYS (HipHop)
ContraFetti Soundsystem (techno, rave, jungle)
NOISE fatale(trash)
Swaggy bee (trash)
und weitere

14.04.2019 – Geflüchtete erzählen

Warum beschließt ein Mensch zu fliehen? Wie ist es auf der Flucht zu sein und wie fühlt es sich an, in einer bis dahin fremden Region anzukommen?
Anworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Flucht bekommt ihr am 14.04. um 16.30 Uhr bei uns im Kontaktladen ( Berliner Straße 24, 15234 Frankfurt Oder), wenn Leen, eine junge Geflüchtete aus Frankfurt (Oder) Euch ihre Geschichte erzählt.
Eintritt ist frei – Spenden erwünscht. Kommt vorbei!

02.04.2019 – Abenteuer Radreise – mit dem Rad von Berlin nach Athen

2013 fuhr Florian Keiper mit seinem Fahrrad von Berlin nach Athen und wieder zurück. Die Erlebnisse der Tour hat er in einen unterhaltsamen Vortrag zusammengefasst.

Ein Radreisevortrag, der ohne Hochglanzfotos und Zeitrafferaufnahmen auskommt, dafür aber durch wunderbare Geschichten von Abenteuer und zauberhaften Menschen besticht. Ein Vortrag, der auch mitten im Winter Lust macht, selbst auf große Entdeckungsreise zu gehen.

Florian Keiper ist Aktivist der Berliner Fahrradszene. Er hat die FahrradBande mitgegründet, die in Vernetzungstreffen die bunte Berliner Szene an einen Tisch holt. Mit der mitRADgelegenheit wurde der Spirit der Critical Mass in den Fahrradalltag übertragen. Für Aufsehen sorgte carEXIT, eine Aussteigerkampagne für Autofahrer*innen. 2018 lud die FahrradBande zum ersten FRE!LAUF DIY Bike-Camp ein. Für drei Tage wurde ein Freiraum für Visionen und Utopien geschaffen: Workshops, Vorträge, BikeKitchen, FreakBikes, Fahrrad-Kino, Bands und Disco bildeten ein buntes Programm für 200 Besucher*innen.

Mit seinem Vortrag will Florian die Menschen dafür begeistern, mehr Fahrrad zu fahren. Ganz egal, ob Alltag, Urlaub oder Auszeit. Doch die wichtigste Botschaft ist: Fahrradfahren verbindet.

Der Eintritt ist frei! Spenden willkommen!

Solikonzert für „Jugend Rettet“

Hallo liebe Leute,
wir wollen gemeinsam mit euch am 31. Januar 2019 einen schönen Abend im Fforst in Frankfurt (Oder) verbringen.
Zur musikalischen Gestaltung des Abends haben wir Adam Wendler, einen Folk-Pop Musiker, eingeladen.
https://www.adamwendlermusic.comDie Einnahmen durch den Eintritt werden an Jugend Rettet, zur Unterstützung der Justizkostendeckung, gespendet.
https://jugendrettet.org/de/

Wir freuen uns über jede*n die/der vorbeikommt um der Musik zu lauschen oder ein paar Getränke mit uns zutrinken!

Eintritt: ab 2,50€

Einlass 19 Uhr
ab ca. 19:30 Uhr spielt Adam Wendler
ab 21 Uhr freier Eintritt und gemütliches Beisammensein

Wir sind die SEEBRÜCKE!
Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.